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Malawi

Afrika poor! Aber sehr schön!

Tag 53 – 27.08.2009 – Mittwoch –Tansania nach Malawi –Mbeya nach Nkhata Bay

Beim Frühstück gehe ich natürlich gleich wieder auf Kakerlakensuche und werde auch gleich fündig. Ich behalte die jetzt mal im Auge. Der „Africafe“ schmeckt sehr gut, irgendwie nette kleine Dosen, einfach Afrika halt! Und dann kommen die restlichen 103 km durch Tansania, und das ist „Afrika, best of“, Teeplantagen, Bananenplantagen, wunderbar!

An der Grenze stellen wir dann fest, dass Christian als Österreicher ein Visum für Malawi braucht, das man nicht an der Grenze bekommt. Die Grenzer sagen, dass er das unbedingt in Daressalam besorgen hätte sollen. Ich täusche einen kleinen Nervenzusammenbruch vor und sage, dass wir das natürlich nicht gewusst haben, dass wir ansonsten aber sehr, sehr gründlich sind und alle möglichen Visa nachweislich schon in Deutschland besorgt haben! Christian bekommt dann einen provisorischen Reisepass mit der Auflage, sich binnen 3 Tagen in Mzuzu beim Immigration Office zu melden und ein richtiges Visum zu beantragen. Gott sei Dank müssen wir nicht zurück!!!!

Auch hier in Malawi: Afrika von seiner schönsten Seite, geniale Landschaft und dann kommt der See, der Malawisee, und da läuft es mir wieder mal kalt den Rücken runter, wir hier und nicht in München.

In Mzuzu findet Christian dann mit Hilfe des GPS das Immigration Office sehr zügig, die ganze Angelegenheit dauert ca. 30 Minuten.

Dann geht es zackig weiter nach Nkhata Bay, da finden wir dann am Ortsende eine Unterkunft, wir hatten eigentlich auf eine Luxuslodge gehofft, weit gefehlt, wieder eine Absteige aber in wunderbarer Lage direkt am See. Tolles, gutes Abendessen, dazu elendig langsames Internet!!! Und ein paar „Carlsberg-Bierchen“, die haben hier eine Brauerei. Gute Nacht!
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Tag 54 – 28.08.2009 – Freitag – Malawi – Nkatah Bay

Heute bleiben wir einen weiteren Tag hier in Nkhata Bay und schauen uns mal ein bisschen genauer um. Als erstes versuchen wir, im örtlichen Supermarkt Tempotaschentücher zu bekommen, das gelingt uns nicht, wir weichen schlussendlich auf eine Rolle Klopapier aus. Auch Zahnpaste etc. gibt es nur in ziemlich großen Mengen…

Dann spazieren wir am See entlang, wunderschön, viel Papyrus und Bananen, alles satt grün. Und dazu die netten Menschen von Malawi. Wir machen dann noch Rast in einer anderen Lodge, die wäre deutlich schöner gewesen als die, in der wir sind. Allerdings wäre ich da nicht mit dem Motorrad hingefahren, der Weg ist sagenhaft schlecht, riesengroße Felsen, Furchen und, und… Nichts für mich und so beschließen wir, in unserem Hotel zu bleiben, da haben wir ja auch einen recht schönen Blick auf den See.

Nachdem wir dann den Ort noch genau erkundigt haben gehen wir zurück zum Hotel und da ins einzige Internetcafe des Ortes (angeblich superschneller Internetanschluss, uns schläft aber alles ein, bis endlich irgendetwas geladen ist, wie nervig, man bekommt ja gleich die Krise!!!) Abends sitzden wir dann noch auf unserer schönen Terrasse und genießen den Seeblick.

Tag 55 – 29.08.2009 – Samstag – Malawi – Nkatah Bay nach Lilongwe

Früh morgens geht es los, wir nehmen die Straße direkt am See entlang, wunderschön, tolles Wetter, 32 Grad. Zwischendrin haben wir fast gleichzeitig das Gefühl, dass entweder die Straße jetzt sehr seltsam ist oder wir zu wenig Luft in den Reifen haben. Wir bleiben irgendwo mitten in der Prärie stehen und holen unser Equipment für diesen Fall heraus, den Luftdruckprüfer und nach der Messung gleich den Kompressor.

Christian hat das Graffel neulich abends gerichtet, er hat den kaputten Schalter ausgebaut, der wird jetzt durch mich ersetzt, ich muss den Stecker in meine Bordsteckdose stecken und auf Anordnung wieder rausziehen: welch wichtige Aufgabe! Und der Strom wird natürlich von meiner Batterie weggenommen, mein Motorrad ist scheinbar nicht so wichtig… Wir haben dabei natürlich den einen oder anderen Zuschauer, die Leute hier sind ja selbst nicht so ausgestattet. Dann passt alles wieder und es geht weiter.

In einer mittelgroßen Ortschaft sehen wir dann ein paar Polizisten beieinander stehen. Ich denke mir noch, da ist ein Masai dabei, der ist Polizist geworden und stützt sich auf seinem Stock ab. Als wir näher kommen stellt sich derStock aber als Stativ mit einer Radarpistole drauf heraus! Ja, wer rechnet denn nach ein paar tausend radarfreien Kilometern mit so etwas???? Jedenfalls werden wir prompt gestoppt, der Polizist sagt, dass wir 63 statt der erlaubten 60 gefahren sind. Ich bin heilfroh, eigentlich dachte ich, dass wir ca. 80 gefahren sind und nur 50 erlaubt sind. Aber: diese 3km/h zu viel kosten hier in Malawi angeblich 5000 Kwacha, das sind ca. 40 Dollar pro Person. Der Polizist geht zu seiner Hütte, ich richte mich schon auf Streit ein, da sagen die anderen Polizisten, wir könnten doch zufahren. Gott sei Dank. Wenn man so durch Malawi fährt fragt man sich ja schon, ob die keine anderen Probleme haben, es gibt hier wahnsinnig wenig Autos, private praktisch gar nicht und Busse auch sehr wenig. Vermutlich hat China schon im Vorfeld diese Radarpistolen ausgeliefert, damit Malawi gleich weiß, wo man die bekommt wenn dann auch mal der passende Verkehr da ist. China ist hier überall groß vertreten!

Wir biegen dann vom See weg Richtung Lilongwe und sofort merkt man an den Lehmhütten, dass die gegen wesentlich ärmer ist als direkt am See. Aber natürlich wunderschön. Hier ein kleines Päuschen und da auch und schon sind wir in Lilongwe.

Christian bzw. das GPS bringt uns dann auch sehr zügig zum Lilongwe Hotel und ich muss wie immer rein und die Zimmer checken. Und in dem Hotel nervt mich dieser Depp an der Rezeption schon so, am liebsten würde ich ihm eine reinhauen, so ein selbstgefälliger A….. Standardzimmer haben sie nicht mehr nur doch die teureren Superiorzimmer. Dann nehmen wir halt so eines. Im Zimmer ist eine sehr lange Ablage (ca. 3,00m), darauf steht der Fernseher, der Wasserkocher und vieles, vieles mehr. Stützen befinden sich aber nur jeweils an den Enden, also statisch gesehen voll der Flopp. Alles biegt sich so durch, ich trau mich fast nicht, unseren Krempel da abzulegen. Mache ich aber doch, was soll`s, vielleicht machen die dann beim nächsten Tisch stützen rein.

Dann schauen wir uns noch ein bisschen um vor dem Abendessen und gehen dann zurück ins Zimmer, in dem man vor lauter Moskitospray kaum Luft bekommt!
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Aktualisierung: 2010/06/14 - 08:51 / Redakteur: Webmaster
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