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Deutschland - Türkei

...jetzt geht los!

06.07.2009 Die Abfahrt



Tag 1 - 06.07.2009 - Deutschland - Österreich - Slowenien - Kroatien

Strecke München Slavonski Brod: ca 730 km. Es hat ununterbrochen wie aus Kübeln gegossen.
Gabys Spruch des Tages: Wenn man nach 50 km schon nass bis auf die Haut ist, kann auf den restlichen 700 km Regenstrecke nichts mehr schlimmer werden. Mehr als komplett vollsaugen kann man sich nicht.
Dank an Erich G. für die Hotelbuchung, hat hervorragend geklappt!!
Abends in diesem reizenden Hotel haben wir uns bei einem Bier das erste mal gefragt, ob das jetzt alles wirklich so toll ist, der viele Regen, die doch recht anstrengende Fahrt usw. Schnell sind wir aber zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Tag im Regen draußen besser ist als 1 Tag im Trocknen im Büro :-)
Statistik: durchschnittlich 84,5 km/h Verbrauch 5,7 Liter /100 KM


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Tag 2 - 07.07.2009 - Kroatien - Bulgarien

Strecke Slavonski Brod bis Sofia: ca 600 km.
Überwiegend Regen, viel Verkehr.
Haben in Sofia Todor getroffen, wir hätten ohne ihn das Hotel nie gefunden.
In Sofia habe ich aus Angst um die vollbeladenen Motorräder ein sehr gutes Hotel mit bewachter Tiefgarage im Vorfeld ausgesucht und mit viel Handeln war dann auch der Preis einigermaßen in Ordnung. Es hatte dann schon was, als wir abends in Outdoorhosen und Birkenstock-Schlappen durch die Rezeption von dem 5-Sterne-Hotel geschlichen sind, macht sich schon gut zwischen den ganzen Anzugträgern :-)

Tag 3 - 08.07.2009 - Bulgarien - Türkei

Strecke Sofia bis Kesan (Türkei): ca 550 km.
Kleiner Tipp: In Svilengrad Richtung Griechenland abbiegen und dann entweder über die Grenze nach Edirne, oder Richtung Süden und bei Ipsala in die Türkei einreisen. Da in den Sommermonaten wahre Heerscharen unserer türkischen Mitbürger Richtung Heimat unterwegs sind ist der Grenzübergang Edirne ziemlich überlaufen (5-6 Stunden Wartezeit sind keine Seltenheit).
Griechenland besteht zur Einreise für Türken auf einem Visum und deshalb sind die Grenzübergänge Bulgarien/Griechenland bzw. Griechenland/Türkei sehr empfehlenswert. Bei uns hat das ganze Prozedere jeweils ca. 15 Minuten gedauert.
In Griechenland stieg die Temperatur stellenweise auf 37 Grad.

Tag 4 - 09.07.2009 - Türkei

Strecke Kesan nsch Ayvalik (Türkei): ca 300 km. Sehr schlechte Straße da viele Abschnitte gerade erneuert werden, und man praktisch auf einem Provisorium fährt. Um ca. 11Uhr haben wir die Fähre erreicht, die ca. halbstündige Fahrt war recht nett und unterhaltsam (pro Mann 8 TL). Und dann waren wir auf einmal in Asien, irgendwie toll!
Mittags haben wir direkt am Meer in einem tollen Restaurant superguten Fisch gegessen, preislich sehr angenehm und alles war wunderbar hergerichtet. Auf der Weiterfahrt ist teilweise der Teer unter den Reifen geschmolzen, so heiß war`s (38Grad).
Abends bei der Hotelsuche ist mir (Gaby) dann im „Minioffroadbereich“ der Bock kurzerhand umgefallen. Christian ist sehr zügig zurückgekommen und wir waren recht angetan, dass wir das vollbeladene Motorrad doch recht leicht aufstellen konnten, obwohl ich es geschafft habe, dass es kopfüber im Graben liegt… Kaputt war nichts und auch bei mir war nur eine blaue "Kerbe" am Fuß, wo mir das Motorrad draufgefallen ist.

Tag 5 - 10.07.2009 - Türkei

Schöner Ruhetag am Meer bei 35 Grad. Christians Frage nach 3 Stunden am Strand: "Soll ich zur Rezeption und fragen, was hier ein 3 monatiger Aufenthalt kostet?" War`s wirklich nur Spaß???
Außerdem hat das GPS keine Satelliten mehr gefunden, Christian hat`s aber gerade über`s Internet mit irgendeiner aktuellen Software wieder "repariert", Gott sei Dank! Andererseits braucht man ein GPS eh nur wenn man mit einem Mann unterwegs ist, Frauen finden alles selbst :-)
Um keinen Neid aufkommen zu lassen, haben wir bewusst keine Bilder von unserem Strandleben eingefügt. Auch sonstige Bilder folgen demnächst!

Tag 6 - 11.07.2009 - Türkei

Heute war ein superanstrengender Fahrtag, wir sind von 8Uhr30 bis 20Uhr gefahren, bei der eben erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 70km/h auf Landstraßen... Und Autobahnen gab`s ja nicht :-(
Und in der gesamten Zeit haben wir gerade mal 700 km geschafft!!! Das heißt, wir sind von Ayvalik nach Konya gefahren, praktisch durch die halbe Türkei.
Temparatur Highscore nach wie vor 38 Grad.
Erleichtert sind wir abends wieder einmal in ein schönes Bett im 5-Sterne-Hotel Dedeman gesunken (anzumerken ist hier aber, dass ich (Gaby) den Preis supergut heruntergehandelt habe - auf weniger als die Hälfte, weil der Kerl an der Rezeption plötzlich noch ganz hinten aus dem Computer eine "Weekendrate" herausgezogen hat - nachdem ich ihm gesagt habe, er soll mit bitte in der Nähe ein anderes 5-Sterne Hotel empfehlen, das nicht so teuer ist wie das da und zur Not gingen auch 4 Sterne...).
Christians diverse Wehwehchen hat er dann mit der extra mitgebrachten Penatencreme verarztet :-)
Schlussendlich haben wir noch das lang ersehnte Döner bekommen, ein schöner Abschluss von so einem langen Tag!

Tag 7 - 12.07.2009 – Sonntag - Türkei

Ausgeschlafen fahren wir von Konya los Richtung Adana (340km).
Morgens um halb 10 in der Türkei: keine Zeit für Knoppers aber für Vollgas, der Teer beginnt nämlich allmählich zu schmelzen.
Wir kommen also zügig voran und sind gegen ca. 15Uhr in Adana.
Da fängt aber der Ärger erst an: Christian steht mitsamt seinem Motorrad nämlich genau da, wo ich hinwill. Ich höre ein extrem ungutes Krachen und schon bin ich ihm hinten reingefahren (wobei fahren leicht übertrieben ist, das ganze geschieht praktisch aus dem Stand). Folge meiner – in dem Fall tragischerweise auch Gaby :-( - Blödheit ist, dass wir und die Motorräder ganz schnell auf dem immer noch recht warmen Teer liegen.
Christian kommt gleich her und wir richten zuerst mein Motorrad auf (da haben wir ja schon Übung von vorgestern…) und dann gehen wir zu seinem. Scheinbar weckt der Adrenalinschub ungeahnte Kräfte, das vollbeladene Moped war in nullkommanix wieder aufgestellt. Die Polizei, die nach 2 Minuten auch da war, ist damit schon überflüssig geworden. Wir haben dem Ganzen dann auch noch was Gutes abgewonnen: besser jetzt schon feststellen, dass wir die Mopeds wieder aufstellen können als immer ein bisschen Angst zu haben, bis es im Sudan im Sand liegt!
Und abends sind wir mit viel, viel Verhandeln wieder wo gelandet??? Da sag ich jetzt mal nichts mehr, das ganze kommt vermutlich eh jetzt lange Zeit nicht mehr….

Tag 8 - 13.07.2009 – Montag - Türkei

Heute schauen wir uns Adana an.
Adana: es gibt durchaus Städte, die mehr zu bieten haben, die 1600 Jahre alte Steinbrücke und die wunderbare neue Moschee mit 6 Minaretten (siehe Fotos) sind aber schon sehr schön! Vielleicht wäre alles bei 10 Grad weniger noch ein bisschen schöner?
Danach sind wir jetzt noch am Pool gelegen, es war total entspannend. Nicht, dass die den Pool nicht exakt heute gewartet hätten, d.h., dass wir im Innenpool geschwommen sind und außen gelegen sind.
Das Wasser war so warm, darin würde man sich bei uns an einem kalten Weihnachtsabend auch gern baden. Aber wenigstens war die Dusche anschließend kalt.
Jetzt gehen wir dann noch auf ein kühles EFES-Bier, wer weiß, was sich in Syrien alkoholmäßig abspielt. Normal trinken wir ja wirklich wenig aber auf Reisen ist halt alles ein bisschen anders….
Und morgen geht`s dann nach Syrien, bis zur Grenze sind es ca. noch 200km…
Bitte auf die Bilder klicken...

 

 

 

 


 

 

...und immer ruft der Muezzin

...Statement zur Lage

Aktualisierung: 2010/06/14 - 08:45 / Redakteur: Webmaster
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